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Die Heldenkinder der Herzbuchverlag Foundation

Juli 2, 2013 in Allgemein, Mami Initiative von admin

Filderstadt, 03.07.2013
Bis zum 15. Juni 2013 konnte man für das soziale Kinderbuchprojekt der HERZBUCHVERLAG FOUNDATION “Fliegende Helden auf vier Pfoten” Heldenkinder vorschlagen. Am 03. Juli 2013 wurde nun durch die Glücksfee Celina (bald 3) die Kinder gezogen, welche in das Kinderbuch kommen werden.

Insgesamt wurden 12 Vorschläge an Kathrin Hochmuth und Gabriele Seifert gesendet, dementsprechend schwierig gestaltete sich die “Auslosung”, welche drei dieser beeindruckenden Kinder in das Buch kommen sollen. Bewegende Lebensgeschichten, rührende Fotos und viele Tränen kullerten bei den Initiatorinnen.
“All diese Kinder verdienen Respekt, Nächstenliebe, Akzeptanz und noch mehr Anerkennung!!!”

So überliesen die Initiatorinnen der Herzbuchverlag Foundation schließlich die Ziehung der Tochter von Kathrin. Die kleine Celina zog mit voller Stolz die drei Heldenkinder!
Alle drei Kinder kommen mit ihrer Lebensgeschichte, dem Namen und einem Bild in das aktuelle Kinderbuch “Fliegende Helden auf vier Pfoten”. Sie werden auch gemeinsam mit Gabriele Seifert, Kathrin Hochmuth und all diesen Kindern ihren Familien einen wundervollen Tag in einem Freizeitpark verbringe und noch öfters werden die Augen aller zum funkeln gebracht. Ein ganz persönlicher Wunsch soll mit der Unterstützung von den Menschen da draußen, mit Firmen, Organisationen und Unterstützern verwirklicht werden.

Die neun anderen Kinder, welche leider nicht von Celina gezogen wurden, sind KEINE VERLIERER. Im Gegenteil! Gabriele Seifert und Kathrin Hochmuth widmen allen Heldenkindern welche vorgeschlagen wurden dieses Buch!! Das heißt, dass alle 12 Heldenkinder namentlich und mit einem Foto im Buch erscheinen werden!!!
**GÄNSEHAUTFEELING**

Zurück zu Celina. Welche drei Heldenkinder hat sie denn nun gezogen?

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Erst einmal alles kräftig schütteln!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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HIER ist das erste Heldenkind!

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Wo ist Heldenkind Nummer zwei?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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HIER ist das zweite Heldenkind

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Wer ist das dritte Heldenkind?

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Welch ein bewegender Moment – Wir haben DREI HELDENKINDER!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Welches mache ich zuerst auf?

 

 

 

 

 

 

 

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GIANLUCA KÖHLER
Ist unser erstes Heldenkind.

Gianluca Marco Köhler, geboren am 22.12.2000
Am 19.08.2003 ist ein schrecklicher Unfall passiert und Gianluca ist an einer kleinen Salzbrezel erstickt. Er wurde wiederbelebt nachdem er einen Atemstillstand und einen Herzstillstand hatte. Ja seit dem ist nichts mehr wie es sein sollte. Er konnte wiederbelebt werden und war 4 Wochen im Krankenhaus. Gianluca kann sich selber nicht bewegen, er dreht den Kopf in eine Geräuschquelle und er blinzelt mit den Augen sehr stark.
Im Jahr 2011 hat sich Arabella (die Mama) ihr und Gianluca einen Traum erfüllt. Als er im April 03 noch gesund war waren sie am Gardasee und er wollte damals umbedingt nochmal nach Italien und das haben sie im August 2011 gemacht. Es war sooo teuer aber wunderschön. 2 Autos, alle Hilfsmittel, Windeln, Strandrollstuhl, Absaugkatether, Tücher, Lagerungsteile, Medikamente und feuchte Nasen usw. zusätzlich noch 2 Bungalows angemietet. Das erste Mal im Meer, wie entspannt er schaut. Alle waren glücklich. Gianlucas kleiner Bruder Cedric (welcher fast ein Jahr nach dem tragischen Unfall auf die Welt kam) war hin und weg er mit seinem GROßEN Bruder im Urlaub zu sein – wie eine ganz normale Familie.

SEIN WUNSCH: Eine Delphintherapie!!

 

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LUCAS NIEDERMAYER
Unser zweites Heldenkind

Lucas Niedermayer ist 9 Jahre alt und geht in die 3. Klasse. Er ist ein lustiger und sportlich sehr aktiver Junge.
Als er vor 3 Jahren (1. Klasse) das erste Mal am dem von der Schule veranstalteten Spendenlauf „Kinder laufen für Kinder zugunsten von SOS Kinderdörfern“ teilnahm schaffte er in dem 3 Stundenlauf rund 18 Kilometer. Durch diese Laufleistung erreichte er mit Unterstützung von seinen Sponsoren rund 1200 Euro. Das entsprach etwas 50 % der Spendensumme von der ganzen restlichen Schule. Die ganze Schule hat nur 4 Klassen mit ca. 70 Schülern.
Durch dieses tolle Ergebnis kam Lucas auf die Idee im nächsten Jahr mit der Hilfe von mehr Sponsoren 5000 Euro zu erlaufen. >> Dieses ZIEL hatte er ein ganzes JAHR lang nicht vergessen.
Und so ist es Lucas gelungen ein Jahr später mit der Unterstützung von 66 Sponsoren und einer Laufleistung von über 20 Kilometern eine gigantische Spendensummer von über 10300 Euro zu erlaufen.  Bei der Sponsorensuche haben wir Lucas natürlich schon unterstützt.
Daraufhin wurde er vom Projekt Kinder laufen für Kinder zum Botschafter ernannt und nahm im Herbst am Abschlusslauf in Bremen teil.
Anfang Juni hat Lucas zum 3. Mal an dem Spendenlauf teilgenommen. Aufgrund der aktuellen Hochwasserkatastrophe ist Lucas in diesem Jahr für die Hochwassergeschädigten gelaufen.

Wieder konnten gemeinsam über 60 Sponsoren gefunden werden.
In den 3 Stunden schaffte Lucas wieder 19 km und es konnten bis jetzt Spendenzusagen von knapp 20000 Euro erzielt werden. Mit der Spendensumme werden betroffene Familien mit Kindern in unserer Region unterstützt, die durch die Flut Ihre Existenz verloren haben.
Damit konnte Lucas innerhalb 2 Jahren Spendengelder von über 30 000 Euro einsammeln. Ein wirklicher Superheld oder?

SEIN WUNSCH: Lionel Messi kennen lernen und ein Spiel in Barcelona anschauen

 

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Uuuuuuuuuuuuuund…

 

 

 

 

 

 

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CHARLOTTE MANGOLD
Unser drittes Heldenkind

 

Charlotte Mangold ist heute 2½ Jahre alt und ihre Eltern erhielten einen Tag vor ihrem ersten Geburtstag die schlimme Diagnose: bösartiger Hirntumor.

Für alle brach eine Welt zusammen…
Es folge eine schwere OP mit anschließender einjähriger Chemotherapie.

Alle hatten sich eigentlich darauf gefreut Charlotte bald laufen und springen zu sehen aber daraus wurde vorerst nichts. Aber trotz aller schwierigen Umstände will uns ihre Familie mitteilen wie tapfer Charlotte war.
Die Chemotherapie war immer einige Tage stationär und für ihre Mama war es immer sehr grenzwertig, da die Bedingungen im Krankenhaus äußerst schwierig waren. Charlotte ist ein Sonnenschein und immer gut gelaunt. Sie haben sich die Aufenthalte BESONDERS gestaltet und dadurch wurde es erträglich.
Die Krankenschwestern freuten sich, wenn Charlotte da war, denn dann war auf dem Gang mal wieder was los. Bobbycar fahren, Dreirad oder einfach nur mit dem Infusionsständer spazieren fahren. Charlotte hat so eine ansteckende gute Laune, das sie selbst die traurigsten Kinder aufgemuntert hat und es geschafft hat diese auch mal aus dem Zimmer zu locken – auch Teenager!
>>Und das mit etwas über einem Jahr alt!
Bei Charlotte wurden die Medikamente direkt in den Kopf gespritzt und das war für alle Beteiligten sehr schwierig. Dabei hat sogar Charlotte mal geweint. Aber kaum hatte sie es hinter sich, hat sie die Ärzte und Schwestern wieder angelacht. Auf der Krebsstation herrscht immer eine bedrückende Stimmung. Aber durch Charlotte haben alle manchmal vergessen, wo sie waren und deshalb sind alle sehr froh, wie sie diese schwere Zeit durchlebt hat.
“Sie hat uns durch die Krankheit geleitet und allen viel Kraft und Mut gegeben – eine große kleine Heldin.”

IHR WUNSCH: Ihre Eltern glauben, dass Charlotte ein Urlaub auf dem Bauernhof und die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen und zu erleben ein großer Wunsch sein könnte.
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Welch bewegende Lebensgeschichten! Diese Heldenkinder haben den Namen HELDENKIND wirklich verdient. Kathrin Hochmuth und Gabriele Seifert möchten noch einmal auch an die Eltern, die Felsen in der Brandung, die Wurzeln im Boden, die haltenden Hände DANKE SAGEN. Ohne die grenzenlose Liebe, die Zuversicht, den großen Mut, das Vertrauen und den unbändigen WILLEN gebt Ihr Euren Kinder mehr, als Ihr Euch jemals vorstellen könnt!!

Ziel dieses Kinderbuchs sowie aller folgender Kinderbücher ist es, Kindern Mut zu machen, die ebenfalls mit einer Behinderung oder einer schweren Krankheit kämpfen. Nicht nur, dass die Betroffenen tagtäglich mit den Symptomen ihrer Krankheit zu kämpfen haben, nein, oftmals sind sie auch noch dem Spott oder den verletzenden Worten unwissender Mitmenschen ausgesetzt, werden angestarrt oder gar aus Angst nicht einmal berührt! Sie wünschen sich von ganzem Herzen, dass ihnen mit Respekt, Liebe und Hilfe entgegengetreten wird! Die Bücher sollen aber auch anregen, an andere Menschen, Tier und die Umwelt zu denken. Heldenhafte Kinder, die bereits selbst eine gute Tat vollbracht haben sollen geehrt werden.

Alle Kinder und Familien werden noch schriftlich via E-Mail benachrichtigt. Voraussichtlich im August 2013 soll das Buch “Fliegende Helden auf vier Pfoten” im Herzbuchverlag erscheinen. 

Ein Meilenstein für Gabriele Seifert, Kathrin Hochmuth, die “Botschafterin der Herzen” Nicole Leobner sowie die bereits angeschlossenen Unterstützer, Firmen, Spender und Organisatoren!!

Bildrechte liegen bei Marcus Herbert, dem hauseigenen Pressefotografen der Herzbuchverlag Foundation.

Auf Facebook werden die drei Heldenkinder ebenfalls benannt! KatiSeal V1

Von ganzem Herzen alles Gute wünscht
Kathrin Hochmuth

von admin

Marlies Wank – Ein Lebensbericht, der anderen die Augen öffnen soll!

Juli 2, 2013 in Allgemein, Spielzeug & Empfehlungen von admin

Marlies Wank

Marlies Wank

Ihr Lieben, ich habe wieder eine starke und zielstrebige Frau kennengelernt, welche ich Euch sehr gerne vorstellen möchte. Lasst Euch gesagt sein, dieser (etwas andere) Bericht über das Leben der Marlies Wank wird lang und ausführlich, denn ich bin der Meinung, dass alle Daten und Fakten dazu dienen vielen Müttern, Vätern und Kindern die Augen zu öffnen.
Marlies war lange Jahre Alkoholikerin und Raucherin. Sie durchlebte extreme Höhen und Tiefen, Ängste, Verzweiflung und Depressionen. Ihr Mann und die zwei Kinder bekamen den Fall mit und musste machtlos zusehen.
Doch Marlies hat es geschafft der Sucht zu entkommen – Nach 20 Jahren Abhängigkeit.

Marlies erzählt in den folgenden Textpassagen über Ihr Leben(swerk), wie sie es geschafft hat dieser unglaublichen Macht zu entkommen. Sie berichtet über ihr Buch “Niko und Alko, den zwei kleinen Giftzwergen” und auch darüber, dass sie jetzt eine eigene Selbsthilfegruppe begleitet, anderen nach dem Entzug Mut macht und auch, dass sie seit 2005 in Schulen geht und Kindern von ihrem Leben als Suchtkranke berichtet.

Ein tolle Frau, die negative Erfahrungen in etwas Positives umgewandelt hat. Ich bin sehr froh, dass es sie gibt, denn sie hat noch vieles vor. Wir planen eine Aktion für/über SCHATTENKINDER und noch viele weitere gemeinsame Wege werden wir gehen.KatiSeal V1
Alles wieder mit dem gewohnten Qualitätssiegel “Kathrin Hochmuth empfiehlt!”

Gliederung dieses Berichts:
- Lebensgeschichte
- Leseprobe
- Echte Freunde, falsche Freunde
- Eine wichtige Info für Dich!
- Klassenberichte von Schülern der 4b und 4c
- Gedicht
– Schlusswort

So und nun kommen wir zu Ihrem Lebensgeschichte!!

Nichts deutete anfangs darauf hin, daß ich in meinem Leben einmal mit einer Krankheit kämpfen müßte, die in unserer Gesellschaft gleichermaßen auf Unsicherheit, Ablehnung und Mißtrauen stößt, nämlich die Suchterkrankung, speziell die Alkoholsucht. Ich bin Alkohol krank! Ich sage bewußt bin wieder gesund. Doch die Krankheit bleibt immer ein Bestandteil meines Lebens – in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft!

Mein Name ist Marlies Wank. Geboren wurde ich 1945 in Hamburg, bin also heute 54 Jahre jung. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich erst in Hamburg, dann im Lipperland und in Bielefeld. Trotz der damalig nicht einfachen Nachkriegszeit verlebte ich im  Familienkreis eine glückliche Zeit. Mit 19 Jahren heiratete ich und wurde mit 20 Jahren Mutter meiner Tochter Nicole. Meine Ehe hielt leider nur 5 Jahre, denn ich hatte zu früh geheiratet. Mein damaliger Ehemann war für mich nicht der richtige Lebenspartner.

Meinen wirklichen Lebenspartner kannte ich eigentlich schon seit meinem 16. Lebensjahr; wir hatten uns nie aus den Augen verloren. Er wurde dann auch nicht lange Zeit nach meiner Scheidung mein Mann und für meine Tochter ein liebevoller Papi. Wir sind jetzt 31 Jahre glücklich verheiratet;  gemeinsam haben wir bis jetzt alle schwierigen Zeiten unseres Lebens bewältigt.

Nach fünfjährigem Studium meine Mannes in Bochum zogen wir 1974 nach Frankfurt. Da ich von Geburt an Probleme mit den Hüftgelenken hatte, die Schmerzen zwar erst jetzt mit fortgeschrittenem Alter jetzt auftraten, aber dafür immer stärker wurden, wurde ich 1975 mit 29 Jahren in der Frankfurter Universitätsklinik operiert; es wurde eine Umstellungs-Osteomie durchgeführt. Das war für mich ein schmerzhafter und Lebens verändernder Eingriff: Langer Krankenhaus – Aufenthalt, Bewegen im Rollstuhl und unter Schmerzen mit Unterarmstützen wieder laufen lernen! – Das ganze dauerte ca. 2 Jahre.             

In dieser Zeit wurde ich das erste mal Sucht krank und zwar durch Beruhigungstabletten (in der Klinik gab es damals Valium). Hinzu kam, daß ich durch eine Blutkonserve nach all‘ den Operationen – insgesamt 5 – eine Hepatitis bekam, die mich zwang, 17 Wochen im Krankenhaus zu bleiben. Es war für meine Familie und mich eine sehr schwierige Zeit. Damals spürte ich das erste Mal, daß man durch Kraft, Willen und Stärke Lebenssituationen aushalten und auch verändern kann. War das der erste Hinweis von Gott an mich? Damals wußte ich es nicht. Ich wurde wieder gesund – in jeder Hinsicht!  

Nach 10 Jahren Ehe bekamen mein Mann und ich endlich unseren so sehr gewünschten Michael, denn eigentlich sollte ich nach Meinung der Ärzte wegen meiner Hüftoperationen keine Kinder mehr bekommen. Aber dann wurde es uns doch gestattet („aber nur eins!“) und alles ging gut; nun waren wir zu viert sehr glücklich.

Nach der Geburt unseres Sohnes 1979 zogen wir um nach Bensheim. Hier begann sich im schleichenden Prozess meine Alkoholerkrankung zu entwickeln, denn man wird ja nicht von heut‘ auf morgen alkoholkrank. – Die Wirkung des Alkohols ist ja Ihnen allen bekannt: Als Genußmittel entspannt er und lockert auch die Stimmung, aber als Suchtmittel macht er krank!

Waren es unerfüllte Wünsche, die mich zum Alkohol führten (Thema) ? Waren es Gefühle der Unsicherheit, die ich damit überspielen wollte? Auf jeden Fall bestimmte der Alkohol immer mehr mein Leben und damit auch unser gemeinsames Familienleben! Nach außen hin versuchte ich, noch alles perfekt zu gestalten. Die Heimlichkeiten fingen an!

 „Alkoholismus ist eine unheimliche Krankheit, vom Kopf lange nicht zu begreifen, doch nur mit dem Kopf zu heilen!“

Mein Mann wußte längst Bescheid. Viele verzweifelte Gespräche gab es, viele Versuche, kontrolliert zu trinken! Hoffnungslosigkeit, Ängste, Verzweiflung entwickelten sich immer mehr. Der Druck wurde immer stärker, der Griff zur Flasche immer häufiger! Es begannen Angstzustände, Panikattacken, Depressionen, ja sogar Gedanken an Selbstmord! Und diese Empfindungen verstärkten noch meine Sucht!

Inzwischen wurden meine Kinder älter; auch meine Tochter Nicole begann zu spüren, daß ihre Mutter Alkohol abhängig wurde. Unser Michael war noch zu jung dafür; ich funktionierte ja nach außen hin noch, aber wie? Mein Mann stand meiner Krankheit machtlos gegenüber und hielt trotzdem immer zu mir! Manches Mal habe ich gebetet, „Lieber Gott, hilf mir doch!“ Doch ich war noch nicht bereit dazu, vor mir selbst zu kapitulieren! Der einzige Weg, aus der Sucht herauszukommen, heißt „Bekennen und erkennen und aufhören zu trinken!“   

Inzwischen wurde ich Oma, unser Dominik kam auf die Welt! Ich durfte bei der Geburt dabei sein, der Vater hatte sich verspätet! Die Geburt war ein wunderbares Erlebnis! – In der Folgezeit begannen sich  Gedanken zu entwickeln wie „Du mußt aufhören zu trinken, wenn Du Deinen Sohn und Deinen Enkel aufwachsen sehen möchtest!“ – Gesundheitliche Probleme als Folgen der Alkoholerkrankung begannen sich einzustellen. Ich wollte leben und nicht krepieren! (Ein Alkohol abhängiger stirbt nicht, er krepiert im wahrsten Sinne des Wortes!) Der seelische Druck in mir wurde immer größer: Ich spürte, es ist 5 Minuten vor 12 , ich sah meine Gosse … !

Am 13. Oktober 1994 war ich innerlich soweit! Ich bekannte mich bei einer Selbsthilfegruppe zu meiner Krankheit, schonungslos und offen! Dort ging ich regelmäßig hin und lernte wieder zu leben!

Mein Weg von damals bis heute war hart, schwer und eine absolute Herausforderung für mich! Aber ich hatte den Willen, die Kraft und die Stärke in mir gespürt! Woher kam sie? Ich staunte selbst immer wieder über mich. Denn in den letzten 6 Jahren mußte ich Verluste und Schmerzen meistern – meine Mutter starb, ich selbst wurde häufig operiert, neue Hüftgelenke, mein Kampf wegen eines nicht korrekt eingesetzten Hüftgelenks, Auswechseln des Gelenks, Laufen lernen mit einem neuen Hüftge-lenk, Knieoperation, Bandscheiben Operation. Als Folge von allem bin ich heute chronisch Schmerz krank!

Es geht mir zwar nicht gut, aber es geht mir gut! – Verstehen Sie, was ich damit meine? Nein? Gott hat mir all‘ den Mut und die Kraft gegeben! Ich will Ihnen jetzt erzählen, wie ich Gott in mein Herz und mein Leben gelassen habe: Im November 1999 gab es einen Vortrag über „Vergeben“ im Rahmen einer Vortragsreihe in meiner künftigen, christlichen Gemeinde. Ich wußte und spürte ganz stark in mir, da mußt Du unbedingt hin! Ich spürte schon lange in mir, wenn Du wirklich frei und innerlich zufrieden werden willst, dann mußt Du verzeihen lernen, Dir selbst und auch den Menschen, von denen Du glaubst, Daß sie Dir unrecht getan oder Dich verletzt haben! 

Was dort in der Stunde dieses Vortrags in mir passierte, ist nur schwer in Worte zu fassen: Es waren reine Emotionen, Gefühle, wie ich sie nie gespürt habe, alles vibrierte in mir! Ich habe gezittert, etwas wollte heraus!! – Nach dem Vortrag ging ich sofort zu dem Pastor hin und bat ihn um ein Gespräch. Bei diesem Vier Augen – Gespräch konnte ich endlich loslassen; er sagte zu mir, „Bete einfach so, wie Dir zumute ist, Gott versteht Dich!“ Und ich konnte laut beten, die Worte kamen wie von selbst aus meinem Herzen und ich fühlte eine große Entlastung in mir! Es ging mir jetzt einfach gut! Endlich wußte ich, woher meine Kraft kam und von wem ich sie auch in Zukunft immer bekommen werde: von Gott!!

Durch dieses Erlebnis bekam ich auch die Erklärung für eine Empfindung, die ich hatte, als ich im Oktober letzten Jahres in einer Klinik in Heidelberg zur Schmerztherapie stationär aufgenommen worden war: Zum Konzept dieser Behandlung gehörten auch psychologische Gespräche. Anläßlich eines dieser Gespräche sagte meine Therapeutin zu mir: „Schließen Sie die Augen und sagen Sie mir, was Sie sehen und fühlen!“ – Ich schloß meine Augen und sah und fühlte mich in einem hellen, warmen Raum! Alles war weich und wohlig, ich fühlte mich dort wohl und geborgen! In diesem Raum befand sich auch eine Tür aus Glas; ich konnte nicht hindurch schauen! Dahinter war helles, diffuses Licht, aber es verunsicherte mich nicht! Denn ich spürte, ich würde es irgendwann erfahren, was dahinter war! Ich beendete die Therapie und dachte nicht weiter an diesen hellen Raum.                   

An diesem bewußten Abend aber in der Gemeinde und nach diesem intensiven Erlebnis und Gefühl wurde mir schlagartig klar und ganz deutlich: Hinter dieser Tür hat Gott auf mich gewartet! Ich danke ihm von ganzem Herzen, daß er mein Leben erhalten hat und auch meinem Mann die Kraft, Geduld und Liebe gab, bei mir zu bleiben und zu mir zu halten!

Ich habe mich am 2. Weihnachtsfeiertag im letzten Jahr taufen lassen als mein ganz persönliches Bekenntnis, daß ich an Jesus Christus glaube! Das ist nun mein Vertrag mit Gott! Nun kann ich durch meinen Glauben mein Leben mit all‘ seinen noch kommenden Höhen und Tiefen ohne Angst entgegen sehen, denn ich bin nicht allein! Dies ist für mich ein ganz starkes Gefühl!

Nach meiner Ausbildung zur ehrenamtlichen Suchthelferin begleite ich seit Jahresanfang Frauen in einer Selbsthilfe – Gruppe in Bensheim auf ihrem Weg aus der Sucht. Ebenso versuche ich auch, anderen Menschen in Rehakliniken nach ihrem Entzug Mut zu machen: Es gibt einen Weg aus der Sucht! Ich berichte Euch von meinem Weg, vielleicht wird es ja auch Euer Weg!
Vielen Dank. Bensheim, 19.08.2000

ALKO

NIKO

Leseprobe

Marlies hat über Ihr Leben mit Nikotin und Alkohol ein Buch geschrieben. Eine Leseprobe zu “Niko und Alko, den zwei kleinen Giftzwergen” findet Ihr übrigens HIER!

Echte Freunde und falsche Freunde

“Echte Freunde- falsche Freunde” hieß die Aktion, in deren Rahmen die Kinder der Grundschulen Senden und Ay Mitte Oktober im Sendener Bürgerhaus viel über Alkohol und Nikotin erfahren haben.
Jetzt war die Initiatorin des Projekts, Marlies Wank, erneut zu Gast.

Senden (ahoi) – “Echte Freunde- falsche Freunde” hieß die Aktion, in deren Rahmen die Kinder der Grundschulen Senden und Ay Mitte Oktober im Sendener Bürgerhaus viel über Alkohol und Nikotin erfahren haben (wir berichteten). Spielerisch begegneten ihnen dabei in der Aufführung des Bauchredners Addi Axon vermeintliche Coolness und die Warnung vor Sucht und Abhängigkeit. Jetzt war die Initiatorin des Projekts, Marlies Wank, erneut zu Gast – an der Grundschule Ay – um den Kindern ihre vielen Fragen bezüglich Alkohol und Zigaretten zu beantworten.

“Wer hat Ihnen das Rauchen beigebracht?”, “Kann man vom Trinken bewusstlos werden?”, “Was ist der Unterschied zwischen Bier und Alkohol?” – vielerlei bewegte die Jungen und Mädchen am Dienstag, als die ehemals von Alkoholismus und Nikotinsucht betroffene Marlies Wank aus Bensheim in die Klassenzimmer der Dritt- und Viertklässler kam. Gemeinsam mit Sendens Jugendpflegerin Anja-Susanne Baßler-Endres stand sie für Fragen, manchmal auch Nöte der Jungen und Mädchen zur Verfügung. Die Kinder erfuhren in gemeinsamer Runde, wie gefährlich Alkohol und Nikotin werden können und dass ein deutliches Nein zu eventuellen Zigarettenangeboten von älteren Kindern und Jugendlichen das allerbeste ist.

“Die meisten Menschen machen das, weil sie denken: Ich bin schwach”, erklärte Anja-Susanne Baßler-Endres über Süchtige und Marlies Wank berichtete aus eigener Erfahrung von der Krankheit Alkoholismus.

Schnell wurde deutlich, dass die Schüler nicht nur vieles aus der Aufführung im Kopf behalten haben, sondern auch, wie stark sie die Situation in ihrem Umfeld wahrnehmen. Weil sie wissen, dass Zigaretten krank machen, sorgen sie sich um die Eltern oder überlegen, ob der tägliche Alkoholkonsum des Vaters eine Sucht ist. Manche haben schon eigene Erfahrungen gemacht – ein Viertklässler berichtete, wie sein älterer Cousin ihn zum Rauchen zwang: “Mir war so schwindlig, dass ich gegen die Wände gekracht bin.”

“Es gab in jeder Klasse einen großen Bedarf”, stellte Anja-Susanne Baßler-Endres fest, die überzeugt ist, dass Suchtprävention schon früh einsetzen sollte. “Es ist ein Weg, betroffene Kinder vorzeitig ein Stück aufzufangen und ihnen Strategien zu vermitteln”, berichtete sie. Das findet auch Marlies Wank, die ihr Projekt bereits mit vielen Schülern unterschiedlichen Alters durchgeführt hat. Immer wieder wird sie von Kindern gefragt, was sie tun können, um ihre Eltern vom Rauchen abzubringen. Das Einzige, was sie diesen Kindern raten kann ist, Mutter und Vater diese Angst mitzuteilen.

Marlies


Eine wichtige Info für Dich …

Immer wenn Du Drogen, wie z.B. Alkohol…  Nikotin…Cannabis  willst/brauchst um Spaß zu haben…
oder wenn Du Ärger und Zoff  in der Schule oder mit Freunden, Eltern hast und Du glaubst, dass diese Drogen Dir helfen können, sei Vorsichtig…
suche Dir Freunde, mit denen Du reden kannst…
hole Dir Hilfe, wenn Du allein nicht mehr weiter weißt!

Oder schicke eine mail an marlies.wank(at)gmx.de

 

Klassenberichte von Schülern der 4b und 4c

Nachfolgend findet Ihr Berichte der Klassen 4b und 4c der Melibokusschule in Bensheim-Zwingenberg bei einer Fragestunde mit Frau Wank:

Anja schrieb darüber:
Alkohol und Nikotin führen in den Tod
Es fand ein Treffen in der Melibokusschule im Klassenraum der 4b mit der Klasse und Marlies Wank statt. Dabei durften die Schüler der 4b und natürlich auch Frau Truxius, die Klassenlehrerin, Frau Wank Fragen zum Thema Alkohol und Rauchen bzw. Nikotin stellen. Da Frau Wank früher selbst alkoholsüchtig war, wusste sie sehr viel zu diesem Thema und konnte die Fragen offen und geduldig beantworten. Sie erklärte, dass es sehr schlimm für sie gewesen ist, so süchtig zu sein und dass ihre Familie sehr darunter gelitten hatte. So machte sie den Kindern klar, dass man nie anfangen sollte, Alkohol zu trinken. Wenn man erwachsen ist, ist ein Wein ab und zu ok. Aber nicht dauernd. Damit erreichte sie hoffentlich, dass kein Kind jemals anfängt zu rauchen oder zu viel zu trinken.

Lea schrieb darüber:
Fragestunde zur Suchtprävention
Frau Marlies Wank war in der Klasse 4b er Melibokusschule Zwingenberg. Daran beteiligt waren die Schüler/innen und die Klassenlehrerin der Klasse 4b. Sie war gekommen, weil sie der Klasse Fragen über das Thema Alkohol und Zigaretten beantworten wollte. Über das Thema hat sie auch ein Buch geschrieben. Die Kinder stellten viele Fragen Da aber eine Unterrichtsstunde von der Zeit her nicht ausreichte, konnten leider nicht alle Fragen der so sehr wissbegierigen Kinder beantwortet werden.

Charlotte schrieb darüber:
Cool ist hier nichts
In der 5. Stunde im Klassensaal der 4b der Melibokusschule Zwingenberg war Marlies Wank zu Besuch. Die Kinder durften Frau Wank Fragen zum Thema Alkohol und Zigaretten stellen. Wie sie sich zum Beispiel fühlt, wenn sie trinkt oder wie es ist und noch viele andere. Sie hat die Fragen mit Spannung beantwortet. Durch diese Fragen haben die Kinder gelernt, dass Zigaretten und Alkohol einen süchtig machen können.  

Fazilet schrieb darüber:
Frau Marlies Wank war in der Klasse 4b der Melibokusschule Zwingenberg. Sie erzählte aus ihrem Leben und beantwortete Fragen. Weil sie vorher geraucht und Alkohol getrunken hatte und die vierten Klassen dieses Thema gerade in der Schule durchführen, hatte das auch ganz gut zusammen gepasst. Am Ende hatte sie doch sehr mutig die Fragen beantwortet. Frau Wank hatte auch ein Buch dabei, das sie selbst geschrieben hatte. Es hieß „Niko und Alko … die kleinen Giftzwerge“. Sie verteilte auch Flyer. So beendete sie den Besuch und hatte noch gewünscht, dass aus der 4b keiner so etwas durchmacht wie sie.

Semal schrieb darüber:
Frau Wank versteckt Alkohol
Zu uns kam die Frau Wank zur Melibokusschule in Zwingenberg. Die Kinder aus der 4b haben der Frau Wank ganz viele Fragen gestellt. Marlies Wank hat ausgedrückt, dass sie früher alkoholkrank war. Sie versteckte es vor ihrer Familie. Zigaretten hat sie ebenfalls geraucht. Aber zum Glück macht sie das jetzt nicht mehr. Sie wollte den Kindern klar machen, was dann passiert, wenn man ganz viel Alkohol trinkt.

Stefan schrieb darüber:
Fragestunde
Zwingenberg. Frau Marlies Wank kam in die vierten Klassen der Melibokusschule Zwingenberg. Sie wurde befragt zum Thema Alkohol und Zigaretten. In dem Klassenraum der Lehrerin der 4b, Frau Truxius, wurden ihr Fragen gestellt wie z. B: Wie alt sind Sie? Wie lange rauchten Sie? Oder auch: War es schwer, damit aufzuhören? Damit die Schüler auch etwas dazu lernen, beantwortete sie alle Fragen. Die Kinder haben, so wie es aussah, etwas dazu gelernt.

Markus schrieb darüber:
Kinder werden aufgeklärt
Bei uns war die ehemalige Alkoholikerin Marlies Wank in der Melibokusschule Zwingenberg. Die Kinder der vierten Klassen konnten sie zu dem Thema „Rauchen und Alkohol trinken“ abfragen. Von 11:40 – 13:05 Uhr versuchte sie alle Fragen zu beantworten. Sie zeigte den Kindern dadurch, wie ungesund rauchen und Alkohol trinken ist. Am Ende bedankten sich die Klassen bei ihr.

 

Gedicht

klein

Nikotin und Alkohol,
machen keinen Menschen froh.
Sie sind böse und gemein,
werden niemals Freunde sein.
Sollten sie sich zu uns wagen,
wir werden sie zum Teufel jagen.
Sie sind Lügner und Betrüger,
aber wir sind ja viel klüger.
Diese kleinen Giftzwerge,
wir jagen sie über alle Berge.
Haben ihre Tricks durchschaut
und das rufen wir jetzt laut:
Nikotin und Alkohol….. machen keinen Menschen.. FROH ?

 

Schlusswort

So und nun habt Ihr viele Eindrücke und Gedanken zu verarbeiten. Kinder brauchen gute Vorbilder und Eltern, die an das Wohl ihrer Kinder UND SICH SELBST denken. Wenn man mal ein Glas Wein oder ein Bier trinkt ist das vollkommen OK, doch lasst dieses Genußmittel ein Genuß bleiben und nicht zur Sucht werden.
Viele von Euch wissen, dass ich strickt gegen das Rauchen bin. Rauchen während der Schwangerschaft und mit Kindern im Haus ist ein NO GO. Jeder muss das selbstverständlich für sich selbst entscheiden, doch solltet Ihr Euch über die heftigen Folgen für Euch selbst und über die für Eure KINDER im Klaren sein (ich denke Marlies hat es eindrucksvoll geschafft, zu vermitteln, wie es als Süchtige war und wie die Familie leidete).

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr den richtigen Weg in Eurem Leben einschlagt und Euch dieser bittere Weg von Marlies erspart bleibt. Auch wenn Marlies diese Jahre sehr stark gemacht haben, hat sie leider noch Heute damit zu kämpfen!

Liebe Marlies: Ich schätze und respektiere Dich sehr. Ich freue mich unglaublich, dass ich (und ich spreche auch von meiner Familie) Dich kennenlernen durfte. Du hast die richtige Entscheidung getroffen und Dich schlussendlich für Deine wundervolle Familie entschieden. Klaus hat an dieser Stelle ebenfalls den größten Respekt verdient und wir verneigen uns vor so viel Stärke, Kraft, Willen und Mut. Ihr seid ein tolles Team!!!

Mit ganz lieben Grüßen,
Eure Kathrin Hochmuth

von admin

Leseprobe – Niko und Alko … den zwei kleinen Giftzwergen

Juli 2, 2013 in Allgemein, Mami Initiative von admin

Suchtprävention zum Thema Nikotin und Alkohol

Mit Niko und Alko den zwei kleinen Giftzwergen!

Wenn ich in die Schulklassen komme, ist deren Vorbereitung für das Thema „Sucht und Sucht-prävention“ durch die Lehrer/innen sehr unterschiedlich. Manche Lehrer haben im Biologieunterricht vereinzelt bereits über Drogen und Alkohol gesprochen, manche anderen haben dieses Thema noch gar nicht an…diskutiert. Einige Jugendliche haben hier und da etwas dazu im Freundeskreis gehört oder schon selbst erste Erfahrungen mit Alkohol und Zigaretten gesammelt. Doch mit dem Thema Sucht und deren Konsequenzen haben sie sich selbst aber noch nie richtig auseinandergesetzt.

Mit meiner Veranstaltung zur Suchtprävention will ich die Jugendlichen ab 12 Jahren über Nikotin und Alkohol informieren und ihnen die Gefahren aufzeigen. Mein Ziel ist es, die Jugendlichen noch spezifischer und detaillierter dort abzuholen, wo sie gerade stehen und ihnen auf jugend – nahe Weise die Konsequenzen der Sucht näherbringen. Grundlage für meine Veranstaltung ist meine Powerpoint-Präsentation, die ich auf Basis meines Buchs „Niko und Alko – die zwei kleinen Giftzwerge“ erstellt habe. Im begleitenden Gespräch zu den Bildern werden einzelne Szenen mit den Jugendlichen behandelt und deren Inhalte in Fragen und Antworten vertieft.

Die Akzeptanz wird durch die sehr ausdrucksstarken comic-artigen Zeichnungen des Illustrators Christian Bienefeld sowie die bildliche Sprache vor dem Hintergrund des jugendlichen Erlebens der Schwierigkeiten im „Teenie-Alter“ erreicht. Die Geschichte wird anhand des 13-jährigen Jungen Hugo und dessen Erlebniswelt erzählt:

Dies ist die Geschichte von Niko und Alko den beiden Giftzwergen und Hugo der unbedingt diese Beiden kennenlernen will..

Hugo ist nun schon seit Jahren mit den beiden Giftzwergen befreundet und möchte sie nun endlich aus seinem Haus verbannen. Dieser einfache Plan stellt sich als schwieriger heraus als erwartet. Denn so einfach wird man die beiden nicht wieder los.

ALKO

 

Alko

ist ein cooler Typ, eine richtige Stimmungskanone. Meistens ist er gut drauf, ausgelassen und vor Fröhlichkeit überschäumend. Er neigt aber auch zu aggressivem Verhalten und wird dabei oft sehr laut. Besonders, wenn er sich angegriffen fühlt

NIKO

 

 

Niko

sein kleiner Freund, ist sensibler und stiller. Stolz trägt er sein rotes Käppchen. Ihm ist das Gehabe von seinem Kumpel Alko oft ganz peinlich. Immer wieder versucht er dann, ihn durch seine „beruhigende Art“ zu besänftigen. Wenn es ganz schlimm ist, löst er sich am liebsten in Rauch auf.

 

 

 

Leseprobe

Hugo lernt endlich Niko und Alko kennen. 

NikoAlkoEr war zwar total happy gewesen, dass Elisabeth, mit ihm gesprochen hatte, aber das Angebot, das Ewald ihm gemacht hatte, war einfach stärker. Wie oft hatte er voller Neid zugesehen, welchen Spaß die Clique immer mit Niko und Alko hatte. Nun hatte er endlich die Chance bekommen, mit beiden „Stimmungskanonen“ näher Bekanntschaft zu machen, und hatte die Hoffnung, auch dadurch endlich in die Clique aufgenommen zu werden. Dafür würde er alles tun, auch wenn Elisabeth das nicht verstehen konnte. Es  war ja auch alles super für ihn gelaufen. Niko und Alko hatten ihm sogar ihre Freundschaft angeboten, und er war mächtig stolz gewesen. Seine Hemmungen waren fast wie von Zauberhand verschwunden. Wow! Was für ein geiles Gefühl! Er hatte noch gedacht, jetzt gehöre ich auch dazu, nie wieder Außenseiter, nie mehr ausgelacht werden, kein Muttersöhnchen und keine Memme mehr. Er war glücklich! Endlich!

Dialog zwischen Niko und Alko

nikoalko2„Du hast ja Recht“, schnieft Niko, „aber schließlich habe auch ich Gefühle, und im Moment geht es mir total mies! Ich mach‘ mir echt Sorgen, wo wir eine neue Unterkunft finden können! So einfach ist das nämlich heute gar nicht mehr. Hast du in der letzten Zeit mal die Zeitung gelesen, was da alles über uns drin steht? Alles nur negatives Zeug! Wir wären ganz üble Typen, würden die Menschen krank machen, und an diesen vielen Beschwerden könnten sie sogar sterben! Wir würden das alles verursachen? Stell’ dir das vor, ausgerechnet wir! Wo wir doch immer nur gute Freunde für die Menschen sein wollen! Ja, man müsste uns am besten ganz aus der Welt schaffen, hieß es sogar. Ha, wie wollen die das denn anstellen?“

„Haben die meine Entstehungsgeschichte nicht verfolgt? Meine Heimat und die meiner Vorfahren ist Amerika. Im 16. Jahrhundert traten wir dann über Spanien unseren Siegeszug über ganz Europa an. Seitdem mögen und brauchen uns die Menschen, immer wieder! Und so wird das auch bleiben, trotz all ihrer Versuche, uns zu vernichten, davon bin ich absolut überzeugt! Wir bieten ja auch so Einiges, unser Angebot ist ziemlich vielseitig: Die Menschen können sich mit uns entspannen, wir regen sie an, wir steigern ihre Aufmerksamkeit, sogar ihre Merkfähigkeit verbessern wir. Und was ja besonders die Mädels an uns schätzen ist, dass sie durch uns nicht an Gewicht zunehmen, sondern sogar abnehmen können! Alles tolle Eigenschaften von uns, auf die wir auch sehr stolz sind.“

Doch was alle Niko‘s dieser Welt nicht gerne hören wollen, ist das: Man kann Herz-Kreislauf-Probleme durch sie bekommen, chronische Atemwegserkrankungen, Raucherhusten, depressive Verstimmungen, Krebs, erhöhtes Risiko bei Schwangerschaften und sogar vorzeitig sterben!

Fazit:
Menschen, die mit ihnen lange Freundschaften schließen, zahlen einen hohen Preis!

„Und du, Alko, wie war das bei euch? Euch gibt es doch noch viel länger als uns? Oder?“ „Ja, Kleiner, das stimmt!“. Und er platzte fast vor Stolz: „Wir haben schon eine Jahrtausend alte Geschichte. Uns gab es im Altertum, im Mittelalter und uns gibt es auch noch in der Neuzeit. Uns findet man auf der ganzen Welt. Wir sind gesellschaftlich anerkannt und auch anfangs immer sehr beliebt! Warum die uns dann später so hassen, dahinter bin ich noch nicht gekommen! Auch wir haben für die Menschen, die uns kennen lernen wollen, viele gute Angebote: Wir entspannen sie, wir nehmen ihnen die Angst und ihre Hemmungen, wir fördern ihre Geselligkeit, mit uns erleben sie eine besondere Hochstimmung. Wir können sie beruhigen und ihre Sorgen dämpfen. Wer kann das sonst schon in dieser Form? Die Menschen, die uns einmal begegnet sind, wissen, dass sie sich auf unser Angebot verlassen können, wann immer sie uns haben wollen. Wir sind immer für sie da!“

Was aber alle Alko‘s dieser Welt verleugnen, ist das: Es entsteht eine körperliche und psychische Störung, eine mögliche Schädigung sämtlicher Organe, besonders der Leber bis hin zur Zirrhose, Beeinträchtigung der Gedächtnisleistung und Hirnfunktion, Demenz, Kontrollverlust, sozialer Abstieg, große Risiken bei Schwangerschaften auch für das ungeborene Kind, Delirium, Tod durch chronischen Alkohol Missbrauch oder durch akute Alkoholvergiftung!

Fazit:
Menschen die glauben, durch ihre Freundschaft mit Alko würde ihr Leben angenehmer und leichter werden, lassen sich von der ersten Begegnung mit ihm oft blenden, denn er ist und bleibt ein Blender! Er macht die Menschen blind vor der Gefahr, die von ihm ausgeht. Er hinter lässt Spuren der Verwüstung. Und zwar nicht nur in ihnen und ihrer  Familie, sondern auch als gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gesamtschaden!

„Uns ganz aus der Welt schaffen zu wollen – dass ich nicht lache!“ regt sich Niko schon wieder auf: „Mit wem wollen die Kids denn das Erwachsen – werden lernen? Wir sind es doch, die ihnen dabei helfen können……….  oder??

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Viele Fragen sich jetzt, warum ich genau HIER darüber berichte.
Ich muss sagen, es gibt leider noch viele Frauen, die während der Schwangerschaft rauchen und Alkohol trinken. Ich möchte gerne gemeinsam mit Marlies Wank darüber aufklären, was Niko (Nikotin) und Alko (Alkohol) mit einem Menschen, einem (ungeborenen) KIND, einer MUTTER und einem VATER anrichten können.
Gemeinsame Wege gehen wir mit Marlies auch hinsichtlich SCHATTENKINDER. Darüber lest Ihr bald.KatiSeal V1
Gewohnt, alles mit meinem Qualitätssiegel “Kathrin Hochmuth empfiehlt!”

Lieben Gruß sendet
Kathrin Hochmuth