“Anders als erwartet” – Buchvorstellung

Dezember 9, 2015 in Allgemein, Mami Initiative von admin

Liebe Superheldinnen, liebe Leserinnen und Leser,

neulich lernte ich über Anna Orlinski von Mania Stillmode die liebe Alexandra Gaida-Steingaß kennen – eine beeindruckende Frau mit einem tollen Werdegang. Nicht nur, dass wir vieles gemeinsam haben, erzählte sie mir in erster Linie viel über ihr neues Buch „Anders als erwartet – Von besonderen Herausforderungen in der frühen Familienphase”. Ich bin schwer beeindruckt und finde das Buch echt sehr gelungen. Nicht einfach nur eine Story, nein, sondern 12 Einzelinterviews mit Familien. Hautnah, echt und sehr berührend. ICH bin am meisten von INGOS Interview berührt. Es schoßen mir Tränen in die Augen und ich hielt eine Hand an mein Herz… Ja, diese Interviews geben viel Anregung zum Nachdenken und Austauschen.

Ich freue mich tierisch, Euch Alexandra heute vorstellen zu dürfen.

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Buchvorstellung “Anders als erwartet”

 

Alexandra, magst Du Dich kurz vorstellen?

Ich heiße Alexandra Gaida-Steingaß, Jahrgang 1978, bin Mutter einer vierjährigen Tochter und verheiratet. Ich bin Autorin und betreibe meinen eigenen Buchverlag Accepta Kommunikation. Meine Leidenschaft für Bücher wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen, in der sich immer jemand fand, der mir vorlas. Vor allem war das meine Oma, die viele wunderschöne Bücher aus ihrer eigenen Kinderzeit aufbewahrt hatte. Heute stehen manche dieser alten Schätze in meinem Bücherregal. Und mit meiner Oma tausche ich immer noch Bücher aus, die uns besonders gut gefallen haben. Zuletzt den wunderbaren Roman „Altes Land“ von Dörte Hansen.

 

Wie sah Dein beruflicher Weg bisher aus?

Für mich war früh klar, dass ich beruflich etwas mit Büchern machen möchte. So machte ich eine Ausbildung zur Verlagskauffrau, arbeitete in einem anthroposophischen Buchverlag und habe an der Hochschule der Medien in Stuttgart mein Studium zur Verlagsherstellerin absolviert. Da ich immer schon gern selbst geschrieben habe, war ich nach meinem Studium für einige Jahre im Bereich Marketing / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Ein herausfordernder Job, jedoch fehlte mir nach einigen Jahren die Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit der Inhalte.

 

Warum bist Du in die Selbstständigkeit gegangen?

Als meine Tochter geboren wurde, spürte ich allein durch die Tatsache, Mutter geworden zu sein, dass sich viele Dinge in mir verändert hatten. So hinterfragte ich meine berufliche Zukunft bereits in meinem ersten Jahr der Elternzeit. Im dritten Jahr stand dann endgültig fest: In meinen Job als Marketing-Projektmanagerin in einer Unternehmensberatungsfirma möchte ich hauptberuflich nicht mehr zurückkehren. Mein Ziel war es, endlich mit Inhalten zu arbeiten, für die mein Herz wirklich schlägt und die mich begeistern. So besann ich mich auf meine Wurzeln bzw. auf das, was mir immer schon wichtig gewesen ist: Bücher. Plötzlich lag mein weiterer Weg klar vor mir: Ich will Bücher machen. Ich möchte einerseits selbst schreiben, aber auch den Entstehungsprozess eines Buches, vom Text über Lektorat, Satz und Herstellung bis hin zu Druck, Marketing und Vertrieb, begleiten. Schon in meiner Diplomarbeit hatte ich mich mit dem Thema Verlagsgründung befasst. Dass ich selbst einmal Gründerin bzw. Verlegerin sein würde, hätte ich mir damals nicht träumen lassen.

 

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Autorin Alexandra Gaida-Steingaß

Wie kam es zum aktuell erschienenen Buch „Anders als erwartet“?

In meiner dreijährigen Elternzeit hat sich viel ereignet. Ich erlebte eine 36-monatige Babypause, die sich häufig fern des beschaulichen Mama-Alltags, wie ich ihn mir während meiner Schwangerschaft ausgemalt hatte, abspielte. Da waren ein Auswanderungsprojekt nach Asien, der Tod meines lieben Schwiegervaters, zwei Umzüge und eine Hausrenovierung sowie die Verlagsgründung und die Veröffentlichung meines ersten Buches. Und doch schienen beinahe alle großen und kleinen Hürden, die sich in unseren ersten drei Familienjahren ereigneten und gestemmt werden mussten, rückblickend ihren Sinn und ihre Daseinsberechtigung gehabt zu haben.
Ende gut, alles gut. Nach all dem Erlebten stellte ich mir häufig die Frage: Was ist eigentlich mit den Eltern, die in ihrer frühen Familienphase vor wirklich existenzielle Herausforderungen gestellt wurden? Vor Herausforderungen, die sich jenseits der gängigen Normalität kurzer Nächte und erster Kinderkrankheiten abspielen. Diese mutigen, starken Eltern habe ich interviewt. Dabei sind intensive Gespräche entstanden, die ich unter dem Titel „Anders als erwartet – Von besonderen Herausforderungen in der frühen Familienphase“ in einem Buch zusammengefasst habe.

 

Wie sehen die Inhalte des neuen Buchs genau aus?

Insgesamt sind in diesem Buch zwölf ganz unterschiedliche Interviews vereint. Dabei ging es nicht darum, die ganze Bandbreite möglicher Schicksalsschläge abzubilden. Vielmehr geben die Gespräche Einblick in ein ganz individuelles Familienschicksal und zeigen auf, wie die Betroffenen ihre Herausforderungen gemeistert haben und wo sie sich Hilfe holten. Interessant war, dass, nachdem ich das erste Interview mit den Eltern eines Babys mit frühkindlicher Regulationsstörung geführt hatte, sich nahtlos immer weitere Türen öffneten. Die Themen bzw. die Interviewpartner haben mich ohne großes Zutun gefunden und ich sie. Im Fernsehen sah ich beispielsweise eine beeindruckende Reportage über einen Familienvater, der seine Frau, die nach einem Schlaganfall im Wachkoma liegt, zu Hause pflegt und parallel dazu Haushalt und Kindererziehung stemmt. Ingo war sofort offen für mein Buchprojekt und unser Austausch hält bis heute an. Dann gibt es Eva, die als alleinerziehende Mutter mit ihrer damals zweijährigen Tochter nach Nepal ausgewandert ist, um dort zu promovieren. Wir haben unsere Gespräche via Skype geführt. Da ist meine beste Freundin Stephie, der ich das Buch gewidmet habe und die ein behindertes Kind hat. Ihre Tochter Kim erkrankte in ihrem dritten Lebensmonat völlig überraschend an einem seltenen, mit Autismus und Epilepsie einhergehenden Gendefekt. Auch die Geschichte von Silke hat mich sehr berührt. Obwohl ihr Sohn ein Wunschkind war, konnte ihn Silke anfänglich nicht annehmen, da sie nach der Entbindung unter starken Depressionen litt und mit ihrer Mutterrolle überfordert war. Sehr bewegt hat mich auch das Gespräch mit Ruth, die eins ihrer drei Kinder verloren hat und deren Interview mir sehr nahe ging, da ich selbst eine Tochter habe.

 

10_Große und kleine BüchermacherWas hat Dein Buch in Dir und bei den Menschen in Deiner Umgebung bewegt?

Bisher habe ich von all meinen Interviewpartnern, sowie von den Lesern, sehr positive Rückmeldungen erhalten. Eine Leserin offenbarte mir neulich, dass sie über das Mitfühlen mit den interviewten Eltern nun wieder einen ganz anderen Zugang zu sich selbst gefunden hat, sich selbst wieder viel besser fühlen kann. Meine Interviewpartnerin Ruth schrieb mir gestern, wie sehr sie sich freut, dass die interviewten Eltern durch mich eine Stimme bekommen haben, mit der sie anderen Trost und Hoffnung zusprechen und ebenfalls betroffenen Eltern Stütze und Kraftquell sein können. So ein Feedback freut mich riesig. Und auch mir haben diese Interviews geholfen, denn sie zeigen mir, wie banal mein Ärger über Kleinigkeiten im Alltag meist ist. Durch den Austausch mit meinen Interviewpartnern schaue ich nochmals ganz anders auf meine persönlichen „Herausforderungen“ und spüre eine tiefe Dankbarkeit, dass es mir und meiner Familie gut geht und wir gesund sind. Natürlich gilt es, hier und da Hürden zu überwinden. Verglichen mit den teilweise wirklich existenziellen Herausforderungen meiner Interviewpartner fühlen sich diese jedoch eher klein und unbedeutend an.

Aktuell freue ich mich besonders, dass der ekz-Bibliotheksservice eine Anschaffungsempfehlung von „Anders als erwartet“ an die öffentlichen Bibliotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgesprochen hat. So erreichen die Interviews zukünftig noch viele weitere Leser und können betroffenen Eltern eine Stütze sein.

 

Inhalt und bibliographische Angaben

  • Diagnose ‘Frühkindliche Regulationsstörung’
    „Fangen Sie mit einem Zimmer an!“
  • Nach Schlaganfall im Wachkoma: Ingo pflegt seine Frau
    „Geht nicht, gibt es bei mir nicht!“
  • Neuanfang in Nepal
    „Zum ersten Mal seit langer Zeit habe ich Ruhe gefunden.“
  • Familienleben mit behindertem Kind
    „Sie ist besonders. Und wir lieben sie.“
  • Flucht vor dem Krieg in Syrien
    „Um das Leben unserer Kinder zu retten, mussten wir handeln.“
  • Eins und eins macht fünf
    „Drei kleine Punkte, die unser Leben veränderten.“
  • Krebs-Erkrankung in der Elternzeit
    „Mit jeder Aufgabe, die wir meistern, wachsen und reifen wir.“
  • Plötzlich alleinerziehend
    „Und wer passt auf, wenn das Kind krank ist?“
  • Abschied nehmen
    „Wenn wir uns wiedersehen, wird es ein Wiedersehen in Freude sein.“
  • Als Familienvater im Afghanistan-Einsatz
    „Die Bilder bleiben in meinem Kopf.“
  • Im festen Griff der peripartalen Depression
    „Da war nur noch eins: Erschöpfung und Traurigkeit.“
  • Späte Eltern
    „Wir wären zu keiner anderen Zeit mehr bereit für ein Baby gewesen.“


* * * GEWINNSPIEL * * *

Ich bin sicher, Euch gefällt dieses Buch genauso gut wie mir.
Gemeinsam mit Alexandra haben wir beschlossen, wir wollen gerne zwei Bücher unter Euch zu Weihnachten verschenken. Sagt mir dazu einfach, warum ihr unbedingt dieses Buch möchtet!
Die Teilnahme erfolgt über die Kommentarfunktion der Facebook-Seite der Mami-Initiative.
★ Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland.
★ Die beiden Gewinner werden auf dieser Seite und auf Facebook bekanntgegeben. Wir bitten an dieser Stelle schnellstmöglich die Adressdaten mitzuteilen, damit das Buch vor Weihnachten noch ankommt.
★ Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
★ Das Gewinnspiel läuft bis 15. Dezember 2015, 20:00Uhr
★ Dieser Wettbewerb steht in keiner Verbindung zu Facebook.

 

Viele Grüße sendet Euch KathrinKatiSeal V1

 

Anbei findet Ihr noch einige Eckdaten:

„Anders als erwartet – Von besonderen Herausforderungen in der frühen Familienphase“
12 Interviews

Autor: Alexandra Gaida-Steingaß
Verlag Accepta Kommunikation
ISBN: 978-3-9815651-2-6
245 Seiten, gebunden, 24,00 Euro, 12 Abbildungen